Dossier zum Fall Karolinger/Pitsch/Dornuf

Unter dem Titel „Leo Kofler: Nation – Klasse – Kultur. Aufsätze aus vier Jahrzehnten“ erschien Ende 2007 im Wiener Karolinger-Verlag ein Buch mit Aufsätzen und Texten Leo Koflers. Der Karolinger Verlag ist einer der führenden Hausverlage der deutschsprachigen intellektuellen Rechten und eng verbunden mit der ultrarechten deutschen Wochenzeitung „Junge Freiheit“. In diesem, von einem nicht näher gekennzeichneten Arbeitskreis unter der Leitung des ex-linken Reinhard Pitsch (1954-2022) herausgegebenen Werk wird der marxistische Linkssozialist Kofler in ultrarechtem Sinne interpretiert und als nationalistischer Anti-Linker, sogar als „nationaler Sozialist“ dargestellt, den man vor seinen in der Kofler-Gesellschaft versammelten Schülern und Freunden schützen müsse, die seinen Nachlass und sein intellektuelles Erbe angeblich fälschen und verdrehen würden. Unter Verletzung des Urheberrechtes wurde das Buch illegal herausgegeben, was zu einer juristischen Auseinandersetzung mit der Kofler-Witwe Ursula Kofler (1921-2009) führte, in deren Verlauf der Karolinger-Verlag das Buch formal vom Markt nehmen musste.

Als Christoph Jünke, der Vorsitzende der Leo Kofler-Gesellschaft, Anfang 2008 über diesen Fall auch öffentlich berichtete, die Darstellungen und Argumente der Buchherausgeber dabei detailliert widerlegte und zudem nachwies, dass die Herausgeber zu ihrem politisch schändlichen Zweck einen der zentralen Kofler-Texte sinnentstellend gefälscht haben, und dass zum Herausgeberkreis auch der ehemalige „Koflerianer“ Stefan Dornuf und Günter Maschke (1943-2022), einer der ex-linken Vordenker des neu-rechten Milieus, gehörten, wurden Jünke und die Leo Kofler-Gesellschaft gleich mehrfach verklagt von Stefan Dornuf und Reinhard Pitsch. Diese juristische Auseinandersetzung sollte sich bis 2009 hinziehen und mit einem umfassenden Sieg der Leo Kofler-Gesellschaft und Christoph Jünkes enden.

In diesem Dossier finden sich deswegen unsere zwei Presserklärungen zum Fall, die beiden ausführlichen Artikel, in denen der Gesellschaftsvorsitzende Christoph Jünke den Fall damals darstellte und analysierte, mehrere Presseberichte (darunter auch eine bislang unveröffentlicht gebliebene Gegendarstellung an die Zeitschrift "Junge Freiheit"), sowie das gesamte achte Heft unserer Mitteilungen der Leo Kofler-Gesellschaft („Leo Kofler und die neue Rechte“), in dem wir Ende 2008 über diesen Fall berichtet haben. Den Abschluss bildet schließlich ein Auszug aus Christoph Jünkes 2015 veröffentlichtem Buch über „Leo Koflers Philosophie der Praxis“, in dem er einen seiner Auseinandersetzungstexte nachveröffentlichte und dabei, in einem Nachwort, auch über den Fortgang und Abschluss der Auseinandersetzung berichtet und diese zurückblickend einordnet.

Hände weg von Leo Kofler! Wie der linke Intellektuelle Leo Kofler (1907-1995) nach seinem Tod von ultra-rechts vereinnahmt werden soll.

Weiterlesen: Ausführlicher Artikel von Christoph Jünke
Weiterlesen: Presseinformation der Leo Kofler-Gesellschaft e.V., 25.2.2008

Der Streit um Leo Kofler geht weiter! Wie ein reaktionäres Duo versucht, die Kofler-Gesellschaft mit juristischen Mitteln zu zerstören.

Weiterlesen: Ausführlicher Artikel von Christoph Jünke
Weiterlesen: Presseinformation der Leo Kofler-Gesellschaft e.V., 2. September 2008

In unserem Mitteilungsheft 8 (August 2008): „Leo Kofler und die Neue Rechte“ berichteten wir ausführlich über den Fall und fügten noch weitere aufschlussreiche Hintergrundtexte zum Thema bei. Hier finden Sie das gesamte Heft als pdf.

Gegendarstellung
Hier finden Sie eine Gegendarstellung der Leo Kofler-Gesellschaft vom November 2008 an die Zeitschrift Junge Freiheit, die Ende Oktober über die juristische Auseinandersetzung berichtete. Die Junge Freiheit nahm sich die Freiheit, diese nicht zu veröffentlichen…

Hier finden Sie den Text.

In der jungen Welt vom 10.09.2008 berichtet Peter Geissler üner den Stand der juristischen Auseinandersetzung.

Hier finden Sie den Text.

In ihrer Ausgabe vom Dezember 2008 berichtet die Zeitschrift Information Philosophie.

Hier finden Sie den Text. (PDF)

Volkmar Wölk berichtet in der Zeitschrift Der rechte Rand, Nr. 116 (2009) über die missglückte Fusion von Günter Maschke und Leo Kofler.

Hier finden Sie den Text. (PDF)

Christoph Jünke: Über den Fortgang und Abschluss der juristischen Auseinandersetzung

In seinem 2015 im Hamburger Laika-Verlag erschienenen Buch Leo Koflers Philosophie der Praxis. Eine Einführung hat Christoph Jünke auch über den Fortgang und Abschluss der politisch-juristischen Auseinandersetzungen mit Reinhard Pitsch, Stefan Dornuf und dem Karoliner-Verlag berichtet.

Hier finden Sie den Text

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