Neuerscheinung anlässlich des 100. Geburtstages von Leo Kofler am 26. April 2007
Leo Kofler: Perspektiven des revolutionären Humanismus
In dieser Schrift, die 1968 erstmals erschien und lange vergriffen war, entwickelt Leo Kofler viele Aspekte seines Marxismusverständnisses ausführlich und in verschiedene Richtungen.
Im mythisch besetzten Jahr 1968 plädiert Kofler in diesem Klassiker linker Gesellschaftstheorie für einen revolutionären Humanismus, der an den Idealen von Freiheit, Gleichheit und Solidarität anknüpft und diese sowohl gegen die bürgerliche Realität seiner Zeit wie gegen den Sozialismus stalinistischer Provenienz wendet. Ausführlich kritisiert er das spätbürgerliche Verständnis von Freiheit und untersucht die Widersprüche und Fallstricke des sozialstaatlichen Konsumkapitalismus. Der Zustand scheinbarer Entideologisierung erweist sich ihm dabei als Faktor totaler Ideologisierung, der individuelle Rationalismus als Begleiterscheinung kollektiver Irrationalität, die Demokratie des Marktes als Verschleierung der Despotie von Fabrik und Büro. Forderungen nach Freiheit und Fortschritt, nach Humanismus und Demokratie, nach wirklicher Individualität und klassenloser Gesellschaft sind, so Kofler, nicht ausreichend zu begründen ohne eine kopernikanische Wendung zum Menschen, ohne eine anthropologische Erkenntnistheorie in marxistischer Tradition.
Neuer ISP-Verlag Köln, April 2007, 175 Seiten, kartoniert 17,80 €, ISBN 978-3-89900-125-9
(Neuauflage der Schrift von 1968 mit einem aktuellen Vorwort von Christoph Jünke). Bei Bestellung über die Leo Kofler-Gesellschaft e.V. Lieferung ohne zusätzliche Portokosten.
