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Neue Adresse der Leo-Kofler-Gesellschaft e.V.
Die Leo-Kofler-Gesellschaft e.V. ist umgezogen. Sie erreichen uns in der Zukunft postalisch nicht mehr unter unserer alten Wittener Adresse, sondern fortan unter:
Leo-Kofler-Gesellschaft e.V.,
c/o Andreas Zolper,
Lange Malterse 55,
44795 Bochum.
Neustart/Relaunch der Homepage
Nach einer längeren Zeit der Vakanz hat die Leo Kofler-Gesellschaft e.V. nun einen Neustart (Relaunch) ihrer gesellschaftseigenen Homepage www.leo-kofler.de unternommen. Auf ihr informieren wir in neuer Aufmachung und umfangreicher als bisher sowohl über den marxistischen Gesellschaftstheoretiker und Sozialphilosophen Leo Kofler wie auch über die Aktivitäten der Gesellschaft, die sich 1996 gegründet hat, um der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Pflege des Koflerschen Leben und Werkes zu dienen. Es finden sich hier Texte über das Leben und Werk Leo Koflers (u.a. eine pdf-Fassung von Christoph Jünkes 2007 erschienener, aber schon längst vergriffener Biografie Sozialistisches Strandgut. Leo Kofler – Leben und Werk 1907-1995), aber auch Artikel und Aufsätze von Kofler selbst. Beide Sparten sollen in Zukunft regelmäßig erweitert werden. Ergänzend werden Sie schließlich umfassend informiert über die Aktivitäten und Veröffentlichungen der Gesellschaft. Und passend zur neuen Homepage erreicht man uns nun auch mit einem eigenen Auftritt auf Facebook.
Besuchen Sie uns also einfach auf www.leo-kofler.de oder auf Facebook
Übertragung der Autoren- und Veröffentlichungsrechte
Übertragung der Autoren- und Veröffentlichungsrechte an den Schriften Leo Koflers an die LKG e.V. und Christoph Jünke
In einer Vereinbarung zwischen Waltraut Löb, Christoph Jünke und der Leo-Kofler-Gesellschaft e.V. (vertreten durch ihren Vorstand) sind mit Datum vom 14.März 2010 alle noch bestehenden Rechte und Pflichten, insbesondere die Autoren- und Veröffentlichungsrechte an den Schriften, Werken und Veröffentlichungen von Prof. Dr. Leo Kofler (1907-1995), auf die Leo Kofler-Gesellschaft e.V. (Bochum/Witten) übertragen worden. Nötig wurde diese Neuregelung nach dem Tod von Ursula Kofler (Köln), der Witwe Leo Koflers, und nachdem diese Rechte mit ihrem Tod am 10.Dezember 2009 auf ihre Tochter Waltraut Löb (Kerpen) übergegangen waren. In der gemeinsamen Vereinbarung wird außerdem bestimmt, dass Dr. Christoph Jünke (Bochum) diese Rechte und Pflichten nach seinem Ermessen im Auftrag der Leo-Kofler-Gesellschaft verwaltet. Wie Frau Waltraut Löb betonte, wurde damit die Rechtefrage in einer Weise geregelt, die ihre Mutter in letzten Gesprächen mit ihr besprochen und gewünscht hatte.
Trauer um Ursula Kofler
Am 10.12.2009 ist, nach schwerer Krankheit, die Witwe des Sozialphilosophen Leo Kofler in Köln gestorben.
Frau Ursula Kofler, Witwe des deutsch-österreichischen Soziologen und Philosophen Leo Kofler (1907-1995) und Ehrenmitglied der Leo Kofler-Gesellschaft e.V., ist in den Nacht zum 10. Dezember 2009 an den Folgen einer schweren Krankheit gestorben.
1921 als Ursula Wieck in Halle an der Saale geboren, absolvierte sie dort eine Ausbildung zur Lehrerin und arbeitete in diesem Beruf, als sie 1949 den seit kurzem in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR lebenden Hochschullehrer Leo Kofler kennen und lieben lernte. Der aus Österreich stammende Kofler war 1947 aus dem Schweizer Exil zum Professor für Geschichtsphilosophie an die Universität Halle berufen worden. Als er wegen seiner undogmatischen Auslegung des Marxismus mit der sich stalinistisch formierenden SED-Bürokratie in Konflikt geriet, Berufsverbot bekam und von Verhaftung bedroht war, ging Ursula Wieck unter schwierigen persönlichen Umständen (sie konnte Tochter und Eltern erst Jahre später nachholen) mit ihm zusammen nach Westdeutschland, wo beide seit Ende 1950 im rheinischen Köln lebten und arbeiteten. Hatte es der bekennende Marxist und überzeugte Sozialist Kofler in den Jahren des Kalten Krieges auch im Westen Deutschlands besonders schwer – er widmete sich fortan einer intensiven Vortragstätigkeit bei Gewerkschaften, Volkshochschulen und am linken Rande der SPD, veröffentlichte zahlreiche Schriften und erhielt erst in den 1970er Jahren die Möglichkeit, wieder an einer Universität, an der Ruhr-Universität Bochum, zu lehren – so konnte auch Ursula Kofler bis in die 60er Jahre hinein zunächst nicht in ihrem eigentlichen Lehrerberuf arbeiten und verdiente den Familienunterhalt als Buchhalterin in verschiedenen Einzelhandelsfirmen.
Vor allem in den ersten beiden Jahrzehnten ihrer Lebensgemeinschaft hatte Ursula Kofler auch zum Teil bedeutenden Einfluss auf das sozialphilosophische Werk ihres Mannes. Die Pflege ihres seit Frühjahr 1991 von mehreren Schlaganfällen gezeichneten Mannes hat sie bis zu dessen Tod im Juli 1995 stark in Anspruch genommen. Doch bereits ein Jahr danach, 1996, gründete sie zusammen mit Freunden und Schülern ihres Mannes die Leo Kofler-Gesellschaft e.V., um sich der Pflege seines theoretischen Werkes zu widmen. Noch bis kurz vor ihren Tod hat sie die Arbeit unserer Gesellschaft mit Rat und Tat unterstützt und begleitet und sich unter anderem gegen Vereinnahmungsversuche politisch obskurer, selbsternannter Schüler auch juristisch erwehren müssen. Die Leo Kofler-Gesellschaft hat mit ihr nun eine in jeder Hinsicht beeindruckende Frau und Förderin verloren und wird sich bemühen, auch ihrem Erbe gerecht zu werden.
Hände weg von Leo Kofler!
In einem von Heike Friauf jüngst herausgegebenen Werk findet sich auch zwei Kofler-Schriften neu aufgelegt
Im Bonner Pahl-Rugenstein-Verlag ist ein von Heike Friauf herausgegebenes Buch erschienen, das auch zwei umfangreiche Leo Kofler-Texte erneut zugänglich macht. Das Buch selbst richtet sich programmatisch „Wider die Entfremdung des Menschen“ und betont, dass und wie die Revolution und die freie Entfaltung von Liebe, Eros und Erotik unverzichtbar zusammen gehören. Neben Texten von Peter Hacks (1928 –2003) und Werner Seppmann sind hier neu aufgelegt Koflers Schrift „Eros, Ästhetik, Politik. Thesen zum Menschenbild bei Marx“ von 1985 sowie (in gekürzter Form) seine Schrift „Der Alltag zwischen Eros und Entfremdung. Perspektiven zu einer Wissenschaft von der Gesellschaft“ von 1982. Das Buch ist mit Bildern, Zeichnungen und Druckgraphik von Thomas J. Richter ausgestattet.
Heike Friauf (Hrsg.): Eros und Politik. Wider die Entfremdung des Menschen, Bonn: Pahl-Rugenstein 2008, 170 S., 16,90 Euro, ISBN: 978-3-89144-408-5.
Weitere Informationen finden Sie auf der Verlagsseite: http://www.pahl-rugenstein.de/.
